Merkmale Kurzgeschichte

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Geschichtliches

Die Kurzgeschichte entstand zu Beginn des 19. Jahrhundert in der englischsprachigen Literatur und vor allem in den USA. Daher auch die Bezeichnung „short story“ (englisch Einzahl) oder „short stories“ (englisch Mehrzahl). Als Urvater gilt der amerikanische Edgar Allan Poe. Von der Kurzgeschichte abzugrenzen ist die Novelle, da sie deutlich länger sein kann und viel strukturierter ist. Daher auch die Bezeichnung „Kurz“geschichte.
Im deutschsprachigen Raum kamen die „short stories“ nach dem Zweiten Weltkrieg in Trend. Durch diese Ausdruckweise wurden schreckliche Kriegserfahrungen verarbeitet, wodurch es auch zur Trümmerliteratur gehört. Einige der ältesten Kurzgeschichten stammen von E.T.A. Hoffmann, dessen Werke auch heutzutage gerne gelesen werden.


Inhalt der Kurzgeschichte

Unmittelbarer Einstieg: Die Kurzgeschichte hat keine Einleitung über die Protagonisten oder über die Situation. Diese Informationen werden im Verlauf des Textes nach und nach erläutert. Dadurch kann man eine grössere Spannung aufbauen.

Protagonisten: Meist sind es 1 – 2 Hauptfiguren um welche sich die Kurzgeschichte handelt. Diese haben keinen Namen und sind nur durch Pronomen oder allgemeine Bezeichnungen wie Mutter, Vater, Bruder, Freund etc bestimmt. Die Charakterzüge werden nicht erläutert, diese sind aus der Handlung zu entnehmen. Jedoch sind es „normale“ Alltagspersonen, welche nicht mit irgendwelchen Superkräften ausgestattet sind.

Handlung: Die Handlung ist kurz und beschreibt oftmals alltägliche Themen. Somit können sich die Leser damit mehr identifizieren. Der Handlungsstrang sollt einen roten Faden aufweisen und ohne grosse Umwege auf den Punkt gebracht werden. Man sollte darauf achten, dass die erzählte Zeit chronologisch und linear ist. Oftmals beschränkt man sich auf einen Ort oder wenige Ortswechsel.

Erzählperspektive: Meist ist es ein Ich-Erzähler, jedoch kann auch ein Er-Erzähler verwendet werden. Es sollte genau bestimmt werden wer die Kurzgeschichte erzählt, da sie oft ein anderes Bild geben, als das was man sich gedacht hatte. Beispielsweise kann ein Er-Erzähler nicht die Gedanken oder Gefühle der Hauptfigur wiedergeben.

Schluss: Der Schluss einer Kurzgeschichte kann offen oder halb offen sein. Es ist drauf zu achten, dass die Spannungskurve gegen den Schluss am höchsten ist. Oft kommt eine überraschende Wendung, welches alles ins andere Licht rückt. Dabei bringt man die Leser ins Grübeln und durch das weiter denken ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse. Zu beachten ist, dass der Schluss auf die Kernaussage hinausläuft.

Kernaussage: Jede gute Kurzgeschichte hat eine wichtige Kernaussage für den Leser. Ob es falsche Freunde, Gier nach Geld, Suchtproblem etc. ist, kann man frei wählen. Diese sollte nicht wörtlich beschrieben werden, die Bedeutung des Textes sollte dies überbringen.

Umfang de Kurzgeschichte

Diese sollte kurz gehalten werden. In der Regel sollte eine Kurzgeschichte nicht länger als 5 A4 Seiten sein. Es soll für den Leser möglich sein, alles in einem Zug zu lesen.


Sprache der Kurgeschichte

Die Sprache wird in der Regel ebenfalls so alltäglich verwendet wie die Geschichte selbst. Sie ist sachlich, nüchtern, knapp, bildhaft, realistisch und sollte das aussagen was man dem Leser mitteilen will. 

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