4. Bekanntschaft - Der Fotograf

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Es war die Zeitautomatik. Schnell drehte ich das Funktionswählrad zurück auf A und hörte ihm genau zu.

„Hallo, ich heisse Gabido.“

Vor lauter Freude, Angst und Neugier stotterete ich und brachte kaum einen Satz heraus.

„Hallo… Hallo Gabido, ich heisse Dany. Wohnst du im Wald?“
„Nein, ich wohne in Zelania. Ich bin hier um Essen zu sammeln. Denn meine Familie und ich lieben Pilze und Nüsse.“
„Zelania? Wo ist denn das? Und sind noch mehr Menschen bei dir?“
„Zelania ist meine Heimat. Dort bin ich geboren und aufgewachsen. Aber welche Menschen du meinst, weiss ich nicht.“
„Bist du kein Mensch?“
„Mensch? Nein, ich bin ein Kobold. Aber wir sind nicht solche Kobolde aus euren Fantasien. Also frag mich ja nicht nach einem Topf voll Gold. Denn ich beobachte euch seit Hunderten von Menschenjahren und ihr glaubt immer noch an solche Märchen.“
„Hunderten von Menschenjahren? Wie alt bist du denn?“
„Ich bin 593 Jahre Menschenjahre alt oder 31 Koboldjahre.“

Das waren zu viele neue Informationen auf einmal. Mir wurde schwarz vor Augen und ich fiel in Ohnmacht. Nach kurzer Zeit kam ich wieder zu mir und niemand war mehr im Wald. Ich schaute nochmals durch den Sucher und rief nach Gabido, aber niemand war zu sehen oder zu hören.

So packte ich meine Fotokamera wieder ein und ging nach Hause. Ich war mir sicher, dass ich das nicht geträumt hatte. Gabido hatte zu mir gesprochen und ihn gab es wirklich. Die ganze Nacht machte ich kein Auge zu. Mir kamen ständig seine Worte in den Sinn oder wie er aussah. So beschloss ich bei Tagesanbruch sofort in den Wald zu gehen und an der gleichen Stelle nach Gabido zu suchen.

Dort angekommen rief ich ständig nach ihm, jedoch kam nichts zurück. Er hat gesagt, dass er in Zelania lebte. Aber wo war Zelania? War das ein Waldstück oder ein anderer Wald? Die Suche dauerte schon fünf Stunden und ich hatte ihn immer noch nicht gefunden. Nach weiteren drei Stunden hörte ich wieder ein rascheln.

Schnell griff ich nach meiner Kamera und versuchte Gabido zu sehen. Jedoch war das nur ein Eichhörnchen, welches durch den Wald rannte. Plötzlich kam ein Pfeil und durchbohrte das kleine pelzige Tierchen. Der Pfeil wurde von Gabido abgefeuert, welcher auf der Jagd war.

„Gabido! Ich bin es Dany!“
„Hallo Dany, bist du wieder aufgewacht?“
„Es tut mir leid, es waren zu viele Informationen auf einmal.“
„Kann ich gut verstehen. Für uns Kobolde gibt es extra eine Schule, um von Zelania zu euch zu reisen.“
„Zu reisen? Heisst das, dass du gar nicht in diesem Wald lebst? Lebst du aber in der Nähe von hier?“
„Haha, nein. Zelania ist eine magische Welt auf der anderen Seite. Ihr Menschen könnt den Eingang jedoch nicht sehen.“
„Zeigst du mir, wo der Eingang ist?“
„Nein! Es dürfen keine Menschen nach Zelania kommen.“
„Was ist mit einem Deal? Ich besorge euch so viele Pilze, wie ihr wollt.“
„Wie viele denn? Nein nein nein, ich darf nicht und ich sollte nicht!“
„Ich bringe auch viele Nüsse mit. Bitte nehme mich mit.“
„Morgen, 389:265:25 Uhr treffen wir uns hier und du sollst drei Dutzend Pilze und drei Hände Nüsse mitnehmen.“
„Was ist das für eine Uhrzeit?“
„Oh ich vergass, in Menschenuhrzeit ist das 15:15 Uhr.“

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5. Fremde Welt - Der Fotograf

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