5. Fremde Welt – Der Fotograf

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Es war mir nicht möglich bis 15:15 zu warten. Ich musste früher los und hoffte, dass er mich auch drei Stunden früher empfangen würde. So war ich schon um 12 Uhr an der abgemachten Stelle und wartete. Es vergingen Sekunden, Minuten und Stunden und ich war immer noch alleine. Um 15:00 hörte ich jedoch ein rascheln im Gebüsch. Schnell griff ich in meine Fototasche und schaute durch den Sucher ob ich Gabido sehen konnte. Das Funktionswählrad war auf A eingestellt, sodass ich ihn auch hören könnte.

„Hallo Dany. Du bist wohl ein sehr pünktlicher Mensch.“
„Ich war ehrlich gesagt schon um 12 Uhr hier. Es war nicht möglich länger zu Hause zu warten.“
„Hast du die Pilze und Nüsse dabei?“
„Ja! Ich wusste nicht wie gross die Pilze bei drei Dutzend sind und wie viel drei Hände Nüsse sind. Darum habe ich ein Kilogramm Pilze und ein Kilogramm Nüsse gekauft. Falls das nicht ausreicht, werde ich sofort noch mehr kaufen!“
„Wow, das sind sehr viele Pilze und Nüsse. Das wird uns für 23 Koboldtage ausreichen, danke.“
„Darf ich nun nach Zelania?“
„Ja du darfst, jedoch muss ich dir die Augen verbinden, bis wir beim Eingang sind. Ich nehme dich an der Hand, sodass du weisst wo ich bin.“

Ich fragte mich, wie lange wir noch zu laufen hatten. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, in der ich blind herumlief. Jedoch hatten wir es geschafft und die Augenbinde wurde mir abgenommen. Anschliessend schaute ich durch den Sucher, um mit ihm kommunizieren zu können.

„Nun trittst du in meine Welt ein, Zelania. Halte dich strickt an meine Regeln und weiche mir nicht von der Stelle. Hier gibt es nur nicht nette Kobolde wie mich, hier lauern auch Ungeheuer und viele weitere Gefahren. Und ganz wichtig, schiesse ja keine Fotos, ansonsten darfst du nie mehr hier zurück!“
„Ich verspreche dir, dass ich zu 100 Prozent auf dich hören werde.“

Voller Freude trat ich durch das unscheinbare Tor in die andere Welt hinein. Das Tor war hinter dem runterhängenden Efeu. Es gab keine Türen oder keine Klingel. Wir liefen einfach in die Erde hinein. Da wurde es sehr dunkel und plötzlich kam ein grelles Licht. So kam ich auf die andere Seite nach Zelania. Der erste Augenblick war einer meiner schönsten Momente in meinem Leben.

Die Strasse war aus vielen grossen Steinplatten und für die Randsteine wurden farbige Steine gebraucht. Trotz dieser Bauweise war es überall aufgefüllt und sie sahen so perfekt aus wie die Strassen in der Menschenwelt. Ihre Häuser waren halb so gross wie unsere und hatten eine Pilzform. Ein grosses rundes Dach, welches weit auskragte und die Wände waren rechtwinklig zueinander. Wobei die Aussenkannte auch rund war. Die Fensterrahmen waren aus einem dunklen Holz und darin waren aber keine Glasscheiben. Sondern eine Art Seifenblase, welche sehr weit ausgedehnt werden konnte.

„Komm Dany, bringen wir die Pilze und Nüsse zu mir nach Hause. Dort zeig ich dir auch meine Familie.“

4. Bekanntschaft - Der Fotograf

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