8. Blinder Schwertführer – Der Fotograf

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Da ich nichts mehr sah, weil meine Kamera auf dem Boden lag, ertastete ich den Boden nach ihr. Als ich sie gefunden hatte, hob ich sie auf und wollte durch den Sucher nach der Bestie Ausschau halten. In der rechten Hand ein Schwert und in der linken Hand meine Kamera. Es schien sich alles zum Guten zu wenden. Aber ich konnte nichts sehen.

Ich fragte mich, ob ich durch den Stutz mein Augenlicht verloren hatte oder ob es einfach vielleicht dunkel geworden ist. Nichts dergleichen. Meine Linse war kaputt, sodass ich nichts mehr sehen konnte. Voller Verzweiflung schrie ich nach Gabido um Hilfe. Da ich aber auch nichts mehr hören konnte, wusste ich auch nicht, ob er mich hört. Sollte das mein Ende sein?

Plötzlich kamen mir Bilder in den Kopf, welche ich vor einigen Sekunden gesehen hatte. Einmal dachte ich, dass ich wieder sehen würde, jedoch hielt dieses Ereignis nur einen Moment an. Da kam ich auf die Idee, dass ich mir Zelania aus der Erinnerung vorstellen sollte.

So schloss ich die Augen und stellte mir den Kopf der Bestie im Baum stecken geblieben ist. Ich umschloss mit beiden Händen das Schwert und führte eine Bewegung von oben nach unten. Etwas war im Weg und ich spürte, dass ich etwas getroffen hatte. Ich hoffte sehr, dass es nicht Gabido gewesen war.

„Gabido, lebst du noch? Hab ich die Bestie getötet?“

Da bewegte sich mein Schwert von alleine auf und ab. War das eine positive Reaktion von Gabido oder war es das Ungeheuer? Aus Angst ging ich zurück und schrie mit verängstigter Stimme.

„Falls du das bist Gabido, geh zur Seite, ich werde spalten.“

So fuchtelte ich mit dem Schwert auf und ab, hin und her. Aus Angst, dass das Biest mich attackieren würde. Erneut ging mein Schwert auf und ab.

„Geh zweimal hoch und dreimal runter, falls du das bist Gabido.“

So bewegte sich das Schwert wie erhofft zweimal rauf und dreimal runter. Erleichtert wusste ich jetzt, dass ich das Ungeheuer getroffen hatte und es höchstwahrscheinlich auch getötet hatte. Jedoch kam ein weiteres Problem auf mich zu. Wie soll ich nun jetzt nach Hause finden? Bin ich für immer in Zelania gefangen und werde nie mehr etwas hören oder sehen können?

Es war nicht meine Art und Weise aufzugeben. Also konzentrierte ich mich und stellte mir alles nochmal vor, was ich gesehen hatte. 

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